Cinema 4D, Maya, 3dsMax. Das sind die Flaggschiffe in Sachen 3D Design aus den Softwarehäusern Maxon und Autodesk. Häufig in professionellen Studios eingesetzt kosten diese Programme meist über 3000€ und sind somit für den Hobbyisten unerschwinglich. Hier kommt Blender ins Spiel, eine kostenlose Open Source Alternative die vielen Anfängern den Einsteig in den Bereich 3D Design ermöglicht.

Artikel von unserem Gastautor Yannik:

Geschichte und Features

1994 erstmals erschienen entwickelte sich Blender von Version zu Version immer weiter und ist mittlerweile mehr als nur eine Alternative. In der aktuellen Version (2.76, Stand: 31. Oktober 2015) unterstützt Blender eine physikalisch korrekte Renderengine genannt Cycles, eine Flüssigkeitssimulation und sogar eine Game Engine mit der man eigene Spiele in Blender umsetzen kann. Wem die „mitgelieferten“ Features von Blender nicht genügen kann auf eine Vielzahl an, zum Großteil kostenlosen, Add-Ons zurückgreifen, oder sich seine eigenen Programmieren, sofern man über ausreichende Kenntnisse Programmiersprache Python verfügt.

Der Nachteil

Viele werden sich jetzt bestimmt fragen: „Wo ist der Haken?“ Und das nicht zu Unrecht. Obwohl Blender immer mehr mit großen Programmen wie Cinema 4D oder Maya konkurrieren kann wird es nicht auf professioneller Ebene eingesetzt. Die meisten Studios greifen nach wie vor auf die bekannten und großen Programme zurück, aus verschiedenen Gründen auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Das macht Blender mehr zu einem Einsteigerprogramm als zu einer Software mit der man als 3D Designer in großen Studios arbeiten wird. Das muss aber nicht unbedingt schlecht sein, wer sich einfach nur ausprobieren möchte, gucken will ob er eventuell eine Passion in diesem Bereich finden, für den ist Blender die perfekte Möglichkeit.

Der Einstieg

Der Einstieg ist relativ einfach. Man besucht die offizielle Internetseite und lädt sich das Programm runter. Nun öffnet man das Programm und sieht 4 Dinge. Einen Würfel, eine Kamera, einen komischen Punkt mit dem man nichts anzufangen weiß und ein mächtig kompliziertes User Interface. Aber Stop! Hier ist noch nicht Schluss, ein paar Minuten auf YouTube verbracht, findet man diverse Tutorials. Für Einsteiger, für Fortgeschrittene, eigentlich für Jeden. Wer die Tutorials bei YouTube durchgearbeitet hat kann sich auf die Suche nach weiteren Tutorials bei Google begeben und wird auch dort relativ schnell fündig. Man sieht also: Der Einstieg in Blender ist relativ leicht. Diverse Facebookgruppen ermöglichen sowohl Einsteigern und auch Fortgeschritten außerdem die Möglichkeit ihre Werke zu präsentieren und Meinungen einzuholen – eine großartige Option für jeden Designer.

Fazit

Es ist kostenlos. Einfach runterladen, ein paar Tutorials ausprobieren und schauen ob es einem Spaß macht lohnt sich! Blender ist sehr einsteigerfreundlich und bringt auch noch Fortgeschrittenen Nutzern Spaß. Wer will kann sich außerdem in die Entwicklung einbringen und so eine ganz andere Art des 3D Designs kennen lernen.

Blender für Anfänger

Blender Basics YouTube Playlist

Tutor4U YouTube Kanal

Blender Einsteigerguide von Blenderhilfe.de

Blender für Fortgeschrittene

CG Geek YouTube Kanal

Blenderguru.com

Gleb Alexandrov YouTube Kanal

CreativeShrimp.com

Dieser Artikel stammt von unserem Gastautor Yannik. Ihr findet ihn auf Twitter und YouTube.

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Über den Autor

Hey, ich bin Marcel, 17 Jahre alt und komme aus Düsseldorf. Ich bin Blogger und betreibe mitunter einen kleinen Blog. Ich interessiere mich schon seit vielen Jahren für die gesamte Technik - und damit mein ich alles, aber wirklich alles, was blinkt, piepst und nicht ohne Strom auskommt. Das ist auch der Grund, weshalb ich bald mein Hobby zum Beruf machen werde. Meine Aufgabe bei PXLMAG: Informative Artikel für Euch verfassen! :)